Perspektivenwechsel

Euröpa

Euröpa 

Meine Eltern erzählen mir noch oft wie das war, als es in Europa einen Eisernen Vorhang und an jeder Grenze Schranken gab. Einfach so ein Semester im Ausland studieren oder jobben ging da nicht. Das ist zum Glück jetzt anders! Aber was ich einfach nicht kapiere: Warum muss ich auf Europa schimpfen, wenn ich eine stolze Österreicherin sein will? Und warum bin ich gegen Rot-Weiss-Rot, wenn ich denke, dass mehr gemeinsames Europa uns allen Vorteilen bringt? Meine Heimat ist Europa – zu Hause bin ich in Österreich. Das gehört einfach zusammen: Euröpa eben.

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Arbeit geben

Arbeit geben 

Als ich mein eigenes Geschäft aufgemacht habe, da war mein größtes Ziel, endlich meine Ideen zu verwirklichen. Schon bald habe ich gemerkt, das läuft echt gut und ich schaffe das gar nicht mehr alleine. Mit den ersten Mitarbeitern kam so richtig Schwung in die Sache - wir sind ein tolles Team. Aber es kamen auch viel Bürokratie und Auflagen dazu. Die hohen Voraus- und Nachzahlungen hätten uns fast gekillt. Heute kümmere ich mich mehr um den Papierkram als um meine Mitarbeiter und Kunden. Dabei möchte ich doch nur gute Leistung bringen und Arbeit geben.

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Eigene 4 Wände

Eigene 4 Wände 

Eigentlich haben wir ja alles ganz gut im Griff. Die Kleine ist im Kindergarten und der Große kommt schon in die 2. Klasse. Oma und Opa unterstützen uns super, da können wir beide wieder voll arbeiten. Die Jobs passen und das Gehalt stimmt. Unsere Eltern hätten jetzt gesagt: Lass uns was aufbauen, muss nicht groß sein, aber soll uns gehören. Aber wenn wir sehen, was uns netto vom Bruttogehalt bleibt, dann ist der Traum vom Eigentum schnell ausgeträumt. Aus eigener Kraft was schaffen – Eigene 4 Wände – ist das echt nicht mehr drinnen?

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Lesen können

Lesen können 

Mein Freund der Lukas, der hat die Schule schon hinter sich und sucht jetzt eine Lehre. Irgendwas mit Maschinen wäre cool, sagt er. Ist aber sauschwer, meint Lukas, weil er die Dinge, die wir lernen hätten sollen, nicht so richtig kann. Jetzt war er bei so einer Beratungsstelle, die waren echt ätzend – haben gemeint, dass er es immer schwer haben wird und er sich schon mal ein Abo beim AMS lösen kann. Jetzt ist Lukas ziemlich down und ich hab mir für das nächste Schuljahr was vorgenommen: g’scheid rechnen und lesen können.

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Pflege daheim

Pflege daheim 

Natürlich habe ich auch noch Wünsche. Gesund alt werden ist wahrscheinlich mein größter. Aber das kann man sich halt nicht wirklich aussuchen. Was ich mir aber schon aussuchen will, ist, wo ich lebe, wenn es mir einmal nicht mehr so gut geht und ich Hilfe brauche: nämlich dort, wo ich seit Jahrzehnten lebe – bei uns zu Hause in unserer eigenen Wohnung. Da kenne ich mich aus, habe meine Sachen und kann sicher noch lange einiges auch selber machen. Wenn ich meine Pflege daheim bekomme, werde ich das sicher gut schaffen.

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Bescheid wissen

Bescheid wissen 

Das Wichtigste, wenn du auf der Flucht bist, ist rasche Klarheit. Klarheit, ob du in dem neuen Land bleiben kannst oder zurückkehren musst – und welche Konsequenzen es hat, wenn du der Entscheidung der Behörden nicht folgst. Klarheit, was das Land, das dir Schutz gewährt, dafür von dir erwartet. Klarheit aber auch darüber, welche Perspektiven du hast, etwa beim Erlernen der Sprache, in der Ausbildung oder am Arbeitsmarkt. Klare Regeln sind die Grundlage für Intergration und gutes Zusammenleben. Damit sie gelingen, ist eines eben ganz entscheidend: Bescheid wissen.

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Weil die Perspektive der Menschen zählt

Seit über 70 Jahren sind in wechselnder Zusammensetzung die gleichen drei alteingesessenen Parteien in Österreich an der Macht – SPÖ und ÖVP besonders lange. In sieben Jahrzehnten ist so ein System aus Abhängigkeiten und Klientelpolitik entstanden, das von der zwangs-weisen Berufsvertretung bis hin zu Turn- und Autofahrerclubs unser Land in parteipolitische Lager teilt. Ein System, in dem Entscheidungen intransparent getroffen und Steuergelder ineffizient eingesetzt werden. Ein System, in dem die Apparate damit beschäftgt sind, an den Schalt-hebeln der Macht zu bleiben, anstatt dafür zu sorgen, dass die Bürger-innen und Bürger ihre Ziele erreichen können. Nach über 70 Jahren ist es Zeit, das zu ändern: Weil die Perspektive der Menschen zählt.