Ein Antrag auf Einsetzung einer Untersuchungskommission muss von mindestens 30 Mitgliedern des Gemeinderates eingebracht werden und muss dabei die behaupteten aktuellen Missstände genau darlegen. Voraussetzung ist, dass der Missstand aktuell ist, also ein Bezug zur laufenden oder zur unmittelbar vorangegangenen Wahlperiode vorhanden ist. Jedes Gemeinderatsmitglied darf pro Wahlperiode nicht mehr als zwei Anträge unterstützen.

Rot-Grün brachte den Antrag auf Einsetzung formell am 27. April 2018 in der Gemeinderatssitzung ein. Binnen weiteren sieben Tagen musste die Bestellung des Vorsitzes und seiner Stellvertretung per Los erfolgen. Die gelosten Personen hatten binnen 14 Tagen zu erklären, ob sie die Bestellung annehmen. 

Bedauerlicherweise nahm ein Großteil der gezogenen Personen die Bestellung nach 14 Tagen tägiger Bedenkzeit nicht an. Dadurch verlor die U-Kommission knapp zwei Monate an effektiver Arbeitszeit, was NEOS stark kritisierte. Hier muss definitiv eine Überarbeitung der Formalie umgesetzt werden!